Einzuordnen ist die Kunstrichtung Pop Art in den 1950er und 1960er Jahren. Pop Art entstand in der Malerei unabhängig voneinander in England und den USA. Besonders in den 1960er Jahren war die Pop Art die vorherrschende künstlerische Ausdrucksform. Entnommen sind die Motive der Pop Art der Alltagskultur und kritisieren auf ihre ganz eigene Art und Weise durch das was die Künstler in dieser Zeit zu Papier gebracht haben bereits schon die Welt des Konsums. Motive der Pop Art stammen aber auch aus den Massenmedien, die zu dieser Zeit gerade aus den Kinderschuhen herauswuchsen und auch aus der Werbung.
Die Erfindung des Begriffs Pop Art wird im Übrigen dem englischen Kunstkritiker Lawrence Alloway zugeschrieben. Dabei galt die Pop Art eine nicht zu vernachlässigbare Zeit als Antikunst und wurde auch als solche charakterisiert, wenn diese Kunstform beschrieben werden sollte, denn die Künstler und ihre Werke ließen sich nicht “in enge Räume sperren”. Vielmehr forderten die Pop Art Künstler die Realität sozusagen heraus. Sie verwendeten in ihren Werken klar definierbare Gegenstandselemente und ließen sich auch von Sprechblaßen nicht abhalten. Markant für die Bilder der Pop Art war vor allem, dass diese im Comic-Stil gehalten waren und die Gegenstände und Personen mit schwarzen Linien umrandet wurden. Die Farben indes sind klar gehalten. Verwendet wurden meist nur die Primärfarben. Typisch für die Werke der Pop Art ist auch, dass die dargestellten Gegenstände kaum oder gar keine Tiefe aufweisen, wie ein Plakat eben. Ebenfalls typisch für die Werke der Pop Art ist, dass diese sehr großflächig gemalt wurden.
Verknüpfung zwischen Realität und Kunst
Allgemein ist Pop Art eine Verknüpfung von Realität und Kunst. Die Künstler hantieren hier aber mit eigenen abstrakten Mitteln, wobei banale Gegenstände des Alltags isoliert bzw. auch allein dargestellt werden. Schlagwörter, die man mit der Pop Art in Verbindung bringen kann sind zum Beispiel: Populär, verbrauchbar, aber auch billig, witzig und vor allem auch sexy, darüber hinaus spielerisch, verführerisch und eines natürlich auch – auffallend.
Entwicklung der Pop Art
Wie auch in jeder Kunstepoche gibt es aber auch bei der Pop Art verschiedene Grundhaltungen. Bei der Pop Art sind es zwei: Einerseits die anfängliche Begeisterung für den nach dem Zweiten Weltkrieg erlangten Wohlstand und die Konsumgesellschaft, andererseits die dann spätere kritisierende Haltung zu diesem Thema. In den Werken der Pop Art spiegeln sich aber auch zu dieser Zeit aktuelle Geschehnisse wieder wie die Ermordung John F. Kennedys, der Vietnamkrieg und die Rassenunruhen in den USA, der steigende Drogenkonsum und eben die augenscheinlich perfekt Wohlstandsgesellschaft der Nachkriegsjahre. Als Wegbereiter der Pop Art gilt unbestritten Richard Lindner. Neben Richard Lindner gilt vor allem Roy Lichtenstein, der mit seinem Comic-Stil Furore machte als einer der wichtigsten Vertreter der Pop Art.
Die ersten Pop Art Ausstellungen fanden ab Ende der 1950er Jahre statt. In der Sidney Janis Gallery, New York waren dann 1962 eigentlich alle damals namhaften Pop Art Künstler mit ihren Werken zugegeben, auch Roy Lichtenstein, der 1962 auch in der Leo Castelli Gallery, New York ausstellte, sowie 1963 in der Galerie Ileana Sonnabend in Paris und auch im Solomon R. Guggenheim Museum, New York im gleichen Jahr zugegen war.